Schön, dass du da bist!
Hallo, mein Name ist Rio und ich danke dir, dass du dich entschieden hast, einem Auslandshund ein neues Zuhause zu geben. Ein Hund aus dem Ausland hatte in den meisten Fällen noch niemals seine eigene Familie. Daher möchte ich dir gerne ein paar Tipps und Informationen geben, wenn dein neuer Weggefährte bei dir eingezogen ist.
Unser wichtigster Tipp:
Gib deinem neuen Weggefährten Zeit, Geduld und Sicherheit. Viele Dinge, die für uns selbstverständlich sind, sind für einen Hund aus dem Ausland völlig neu.
Zeit und Geduld – lasst uns ankommen
Das, was wir jetzt brauchen, ist Zeit und Geduld. Wir kommen aus einem anderen Land und waren viele Stunden im Auto und im Flugzeug unterwegs. Auf einmal sind Menschen um uns herum, die wir noch niemals zuvor gesehen haben. Die Sprache, die Gesten und auch die Gerüche sind uns völlig fremd.
Wir wissen nicht, was man mit uns vorhat, wohin man uns bringt. Bitte hab mit uns Geduld und gib uns die Zeit, die wir brauchen, um in unserem neuen Zuhause „anzukommen“. Das kann mitunter schon ein paar Monate dauern. Gib uns daher nicht auf.
Mit deiner Unterstützung und Geduld werden wir schon bald erkennen, dass wir nichts Böses mehr zu befürchten haben. Die meisten von uns haben eine sehr traurige Vergangenheit. Wir wurden von Menschen geschlagen, getreten und verstoßen. Deshalb bitte ich dich, denk daran, dass wir vor hektischen Bewegungen oder lauten Geräuschen erschrecken und Angst haben können.
Einem Menschen kann man erklären, wenn ihm etwas Neues bevorsteht – ein Tier muss erst lernen, es zu verstehen.
Wenn wir am Anfang zurückhaltend sind
Viele meiner Hundefreunde sind am Anfang fremden Menschen gegenüber zurückhaltend. Das führt daher, dass wir auf der Straße lebten und auf uns alleine gestellt waren. Eine eigene Familie hatten wir nicht. Gerade deshalb brauchen diese Hunde deine Sicherheit.
Zeig deinem neuen Weggefährten, dass er dir vertrauen kann. Dies jedoch kann einige Zeit dauern. Gib deinen neuen Weggefährten nicht sofort auf, wenn der Umgang mit ihm nicht gleich so funktioniert, wie du es dir vorstellst.
Zeig ihm auf eine liebevolle, aber konsequente Art, dass du die sichere Führung übernimmst und er sich auf dich verlassen kann.

Ein Platz für uns alleine
Bisher hatten wir in unserem Leben keinen besonderen oder bestimmten Wohnplatz. Dort, wo wir uns gerade aufhielten, legten wir uns zum Schlafen nieder.
Deshalb ist es wichtig, dass du uns zeigst, wo sich in unserem neuen Zuhause „unser“ Platz befindet. Weiche Decken oder ein kuscheliges Körbchen kannten wir bisher nicht. Daher kann es etwas dauern, bis wir verstehen, dass diese schönen Dinge für uns gedacht sind.
Verweise uns immer konsequent auf „unseren“ Platz und du wirst sehen, nach kurzer Zeit haben wir es verstanden. Es wird jedoch nicht lange dauern, bis wir versuchen werden, das Menschen-Sofa oder das Menschen-Bett in Beschlag zu nehmen.
Wir lernen zwar sehr schnell, aber unser Atem kann lange sein, wenn wir unseren Dickkopf durchsetzen möchten, um das Sofa in Beschlag zu nehmen.
Das Verhalten im Haus, in der Wohnung
Sicherheit und Geborgenheit, das sind Dinge, von denen wir bisher nur geträumt haben. Daher bitte ich dich, sei etwas nachsichtig, wenn wir nicht gleich verstehen, dass ein Wohnzimmerteppich nicht dazu geeignet ist, unser „Geschäft“ darauf zu verrichten oder wenn wir Gegenstände anbeißen, die eigentlich nicht für uns bestimmt sind.
Geh mehrmals am Tag mit uns hinaus und lobe uns, wenn wir dort unser Geschäft verrichten. Bitte bestrafe deinen Hund nicht, indem du seine Nase in den Urin hältst.
Mit Hundespielzeug, das nur für uns gedacht ist, können wir toben, daran knabbern, es verstecken und mit dir die Kräfte messen. Es kann etwas dauern, bis wir die Hausordnung verstanden haben, aber mit Geduld und Verständnis werden wir diese sicher schnell begreifen.
Wenn wir alleine bleiben sollen
Eine Familie hatten wir bisher nicht, daher genießen wir es, wenn du um uns herum bist. Musst du einmal alleine Zuhause bleiben, weil du andere Dinge zu erledigen hast, versuchen wir natürlich alles, um dich bei uns zu halten.
Mit Weinen, Winseln oder Jaulen drücken wir aus, dass wir uns einsam und verloren fühlen. Aber auch das lernen wir mit etwas Übung.
Am besten ist es, wenn du mit dem Üben gleich beginnst, wenn dein neuer Weggefährte bei dir eingezogen ist. Zieh die Zeitabstände des „Alleineseins“ langsam in die Länge. So lernt dein neuer Weggefährte in kleinen Schritten, dass dies überhaupt nicht schlimm ist.
Wie lautete mein Name doch gleich wieder? Aus, Nein oder Pfui?
Aus, Nein und Pfui – das sind Worte, die in den nächsten Wochen öfter fallen werden. Aufgrund dessen wird dein neuer Hundefreund vielleicht annehmen, dass dies seine Namen sind.
Wir Hunde verstehen am besten kurze und knappe Worte beziehungsweise Kommandos. Es bringt nichts, wenn du uns mit vielen und langen Sätzen erklären willst, dass das, was wir gerade tun oder gemacht haben, falsch ist.
Das Wort „Nein“ wird eines deiner Hauptwörter werden.
Gassi gehen
Bisher liefen wir immer so durch die Straßen, wie es unserer Nase gefiel. Ein bisschen hier geschnuppert, ein bisschen dort geschnuppert.
Jetzt gehen wir zusammen mit unserer neuen Familie spazieren und natürlich werden einige von uns versuchen, ihren Willen durchzusetzen, um zu testen, wer letztendlich das Sagen an der Leine hat.
Auch hier ist es wichtig, dass nur kurze Worte und Kommandos fallen. Wiederhole die Kommandos, die du uns gibst, immer wieder und belohne uns mit etwas Leckerem, wenn wir den Kommandos folgen.
Freilauf
Auch wenn du denkst, du kennst deinen neuen Weggefährten schon sehr gut, ist es jedoch zu empfehlen, lieber etwas länger mit dem Freilauf zu warten, als dass dein Hund davonläuft und eventuell von einem Auto erfasst und getötet wird.
⚠️ Ein zu frühes Laufen ohne Leine kann das Leben deines Hundes gefährden, da er sich erschrecken und flüchten könnte.
Am besten ist es, du kaufst für uns am Anfang eine Schleppleine, damit wir auf einer Wiese in einem größeren Umkreis die Umgebung beschnuppern können. Wir müssen uns erst an dich, deine Stimme und die neue Umgebung gewöhnen.
Ein Besuch in einer Hundeschule, um einen soliden Grundstein in den Grundkommandos zu legen, ist allen Familien anzuraten. Wenn du Hundeanfänger bist, ist dir dringend anzuraten, eine Hundeschule zu besuchen!
Fütterung – Hundegerecht
Regelmäßiges und hundegerechtes Futter gab es für uns bisher nicht. Das, was wir fanden, das fraßen wir. Erst im Auffanglager bekamen wir das erste Mal genügend Futter zu fressen.
Der Darm braucht Zeit, um sich auf das neue Futter umzustellen.
Am besten vertragen wir Trockenfutter oder Müsli. Bitte füttere uns am Anfang nur damit. Wenn wir zusätzlich Dosenfutter bekommen, ist es wichtig, langsam und in kleinen Mengen mit der Fütterung zu beginnen.
Bitte achte auch darauf, dass du nicht ständig die Futtermarke oder Sorte wechselst, denn bei jedem Futterwechsel muss sich unser Darm wieder neu umstellen.
Dein Essen ist nicht mein Essen
Ein herzzerreißender Blick kann alle guten Vorsätze zunichtemachen. Wenn die Menschen zu Tisch sitzen und essen, möchten wir natürlich auch etwas davon abhaben.
Aber: Bitte gib uns kein Essen vom Tisch.
Wenn du uns das angewöhnst, werden wir sehr lästig sein und immer etwas von dir fordern. Auch wenn es schwer sein wird, unserem herzzerreißenden Blick zu widerstehen, so musst du dir bewusst sein, dass dies eine Unart ist und es schwer werden kann, sie wieder abzugewöhnen.
Wenn wir am Tisch betteln, verweise uns auf unseren Platz. Natürlich werden wir nach kurzer Zeit wieder am Tisch stehen, daher musst du konsequent sein und uns immer wieder zu unserem Platz zurückschicken.
Merke dir einfach:
Willkommen im neuen Leben!
Mit Geduld, Verständnis, Konsequenz und ganz viel Liebe wird aus einem ängstlichen oder unsicheren Neuankömmling schon bald ein glücklicher Familienhund.
Warum ein Tier aus dem Ausland?

Wenn man Tiere aus dem Ausland nach Deutschland vermittelt, bekommt man oftmals vorwurfsvoll die Frage gestellt: „Warum ein ausländisches Tier holen, wenn doch unsere deutschen Tierheime voll sind?“
Es ist richtig, dass auch in Deutschland viele Tiere in Tierheimen auf ein neues Zuhause warten. Trotzdem sollte man ein deutsches Tierheim nicht mit der Situation von Tieren im Ausland vergleichen.
Tiere in deutschen Tierheimen leben – im Gegensatz zu vielen Tieren im Ausland – in Sicherheit und in einem geschützten Umfeld. Tierheime, wie wir sie aus Deutschland kennen, gibt es in vielen Ländern kaum. Stattdessen gibt es häufig Tötungsstationen oder Auffanglager, in denen die Tiere unter teilweise sehr schlechten Bedingungen leben.
Viele Straßentiere erleben Hunger, Krankheiten, Gewalt und Misshandlungen. Für manche ist der Tod irgendwann die einzige Erlösung.
Um einigen dieser Tiere die Chance auf ein besseres Leben zu geben, vermitteln wir Hunde nach Deutschland und in die Schweiz. Natürlich wissen wir, dass wir damit das Problem der unzähligen Straßentiere nicht lösen können.
Deshalb ist für uns Tierschutz vor Ort genauso wichtig: Durch Kastrationen, Versorgung und Aufklärung möchten wir dazu beitragen, dass sich die Tiere nicht weiter vermehren und sich ihre Lebenssituation langfristig verbessert.
Ein kleines Stück vom Glück – das hat jedes Lebewesen verdient.
Poppy

Angsthund – Poppys Weg ins neue Leben
Poppy wurde auf der Straße gefunden. Sie war eine von vielen Straßenhunden, die von einer Tierschützerin gefüttert wurden. Einige Anwohner wollten diese Hunde dort nicht, deshalb wurden sie gescheucht und geschlagen.
Irgendwann fiel Poppy auf, weil sie ein viel zu enges Halsband trug. Man versuchte, sie einzufangen, um sie von dem Halsband zu erlösen, aber sie entwischte immer wieder, weil sie panische Angst hatte, erneut geschlagen zu werden. Sie traute den Menschen nicht mehr. Sie wusste nicht mehr, wer ihr Gutes oder Böses wollte.
Von der Tötung in ein neues Leben
Irgendwann rief jemand aus der Nachbarschaft die Hundefänger der Gemeinde. So kam Poppy zusammen mit den anderen Hunden, darunter auch Sandrinha und Pitch, im März 2010 in die Tötung.
Vielleicht gibt es irgendwo auf dieser Welt einen Menschen, der die Geduld und Zeit hat, Poppy zu zeigen, dass das Leben auch schön sein kann. Leider ist die Tötung für Hunde, die mit Menschen sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben, die reinste Hölle.
„Vielleicht gibt es irgendwo auf dieser Welt einen Menschen, der die Geduld und Zeit hat, Poppy zu zeigen, dass das Leben auch schön sein kann.“
Gedacht … gesagt … getan!
Hallo, wir sind Jörg und Alina Rodinger. Wir sind sehr hundelieb und haben lange Zeit mit dem Gedanken gespielt, endlich einen Hund zu uns nach Hause zu holen. Wir wollten unbedingt einen Hund aus einem Tierheim aufnehmen, denn gerade diese Hunde haben es verdient, ein warmes, sicheres und liebevolles Zuhause bekommen zu dürfen!
Gedacht … gesagt … getan!
Als wir unsere Poppy auf den Bildern im Internet sahen und ihre traurige Geschichte erfuhren, war uns klar – sie ist es! Natürlich wussten wir, dass es nicht einfach werden würde. Es ist eben kein Hund, der gleich zu uns kommt, kuschelt und schmust, Gassi geht, aus der Hand frisst, folgt und gehorcht. Umso mehr wollten wir Poppy haben – in erster Linie für sie und nicht für uns!
Der Weg von Portugal nach Hause
Wir erfuhren, dass Poppy eine Portugiesin ist. Hm … sollen wir auf einen Flugpaten warten? – dachten wir uns. Oder die kleine Maus selbst holen? Haben wir lange überlegt? – NEIN!
Gedacht … gesagt … getan!
Am 26.01.2013 ist mein Mann nach Lissabon geflogen, um Poppy abzuholen und ihr nicht nur die Tür ihres Zwingers zu öffnen, sondern die ganz große Tür in ein neues Leben!
Am 27.01.2013 habe ich die beiden am Münchner Flughafen empfangen. Poppy war voller Angst und Anspannung, aber ganz ruhig und eher abwesend. Auf dem Weg nach Hause, der etwa zweieinhalb Stunden dauerte, musste sich die kleine Maus zweimal übergeben. Schließlich war sie schon seit zwölf Stunden unterwegs!
Die ersten Tage
Bei uns angekommen, entdeckte sie gleich ihr Bettchen und verkroch sich darin. Das war es dann für den Abend. Wir haben sie in Ruhe gelassen. Ist ja auch verständlich – sie musste erst einmal ankommen! Die Strapazen des Transports hatte sie erstaunlich gut überstanden.
Die ersten Spaziergänge waren schwierig. Sobald man sich Poppy näherte oder die Hand ausstreckte, erwartete sie Schläge und Tritte und flüchtete verzweifelt vor uns. Die Situation musste ganz langsam und ruhig auf sich einwirken lassen.
Ruhe, Geduld und Vertrauen
Wichtig war: dem Hund nicht ständig in die Augen schauen, geradeaus laufen, Schultern nach hinten und Kopf hoch. Keine Töne voller Mitleid. Nur loben, wenn sie sich richtig verhält.
Wir haben die Erfahrung gemacht: Sobald wir auf diese ängstlichen Blicke eingingen, drehte sie durch, zog, drehte sich im Kreis und sprang herum, um sich zu befreien. Wenn wir aber einfach weiter miteinander redeten und geradeaus liefen, merkte sie, dass wir wussten, wo es langgeht.
Das braucht Zeit … Die nehmen wir uns!
Poppy beginnt aufzutauen
Am 30.01.2013 blieb Poppy nach dem Spaziergang plötzlich im Flur stehen und beobachtete uns. Immer wieder kam sie hervor und ging wieder schnell ins Zimmer. Doch bei jedem neuen Herauskommen traute sie sich näher an uns heran.
Das Gefühl, das wir dabei empfanden, ist nicht mit Worten zu beschreiben. Unsere kleine Maus erwacht langsam zum richtigen Leben!
Später stellte Poppy ganz langsam ihre Pfoten auf die Couch und hob ihren Hintern hinterher. Sie lag auf der Couch, uns gegenüber, und schaute uns ganz entspannt an. Wir waren sprachlos.
Kleine Schritte, große Bedeutung
Am 01.02.2013 ging Poppy direkt in unser Schlafzimmer, setzte sich vor das Bett und schaute uns ganz neugierig an. Als Freunde mit einem kleinen Baby zu Besuch kamen, blieb sie entspannt in ihrem Körbchen und schlief sogar während des Besuchs.
Am 02.02.2013 traute sich Alina erstmals, Poppy zu streicheln. Bei ihrem Mann konnte sie sich bereits etwas besser entspannen. Am nächsten Tag gab es den ersten Handkuss: Poppy schleckte genüsslich die mit Leberpastete bestrichene Hand ab.
Und sie ist sogar beim Streicheln eingeschlafen. Eine wunderschöne Erfahrung!
Immer mehr Vertrauen
In den folgenden Wochen machte Poppy immer wieder kleine Fortschritte. Die Leine blieb zunächst eine Herausforderung. Mit einer kurzen, weichen Leine, die am Geschirr befestigt blieb, wurde das Anleinen schließlich einfacher.
Poppy entspannte sich immer mehr. Sie streckte ihren ganzen Körper aus und schlief tief und fest. Ihren Platz auf der Couch mochte sie besonders gerne. Obwohl sie den Menschen noch immer nicht vollständig vertraute, wollte sie offensichtlich ständig in ihrer Nähe sein.
Gekochtes Hühnchen half dabei, ihre Neugier zu wecken. Langsam überwog die Lust auf etwas Leckeres die Angst und Unsicherheit. Immer mehr setzte sie ihre Nase ein und ihre Augen begannen zu leuchten.
Poppy fängt langsam an, Gefallen am Gassi-Gehen zu finden. Sie schnuppert ganz viel und ist sehr neugierig. Das Vertrauen wächst – Schritt für Schritt.
Sie sucht unsere Nähe
Poppy reicht es nicht mehr, einfach auf ihrem Platz auf der Couch bei unseren Füßen zu liegen. Sobald wir uns auf die Couch setzen, macht sie sich zu einer Schlange und kriecht Stück für Stück an der Lehne entlang zu uns hoch.
Wenn sie bei meinem Bauch angekommen ist, legt sie ihren Kopf darauf oder drückt ihn ab und zu in mein Bein. Das ist soooo süß!
April 2013 – Poppy wird zum Familienhund
Wir kuscheln immer mehr! Man kann Poppy sogar schon am Bauch streicheln. Beim Gassi-Gehen macht sie seit Kurzem riesige Sprünge nach vorne, als ob sie jagen würde, und der Schwanz wedelt hin und her.
Mittlerweile empfängt Poppy uns im Flur, wenn wir von der Arbeit nach Hause kommen, und fiepst ganz leise. Auch wenn wir kochen, traut sich Poppy immer näher an die Küche.
Zum ersten Mal kam sie selbstständig ins Kinderzimmer und legte sich neben uns. Die Tochter meines Mannes hat sie sogar gestreichelt und Poppy ist liegen geblieben.
Obwohl Poppy noch so viel Angst vor uns hat, kann sie gleichzeitig nicht weit von uns entfernt sein und folgt uns überall hin.
Ein neues Leben voller Neugier
Poppy geht schon absolut selbstständig im Haus mit, auch die Treppe hinunter. Sie kommt mit in den Waschraum, wartet geduldig und folgt anschließend ins Schlafzimmer.
Sie hat gelernt, dass es in der Küche immer leckere Sachen gibt, und steht direkt hinter uns in der Küche, wenn wir kochen. Auch beim Essen steht sie am Tisch. Sie macht keine Geräusche, wartet nur geduldig, bis etwas herunterfällt.
Mit anderen Hunden möchte Poppy noch nicht viel zu tun haben und macht einen großen Bogen um sie. Sie ist aber nicht aggressiv und hat mittlerweile auch keine totale Panik mehr, wenn sie einen Hund sieht.
Gleichzeitig entdeckt sie immer mehr Dinge für sich: Rennen im Garten, Sonnenbaden auf ihrer Decke, neugieriges Erkunden und sogar erste Wasserspiele.
Aus der verängstigten kleinen Hündin, die einst nicht wusste, ob Menschen ihr Gutes oder Böses wollten, wurde Schritt für Schritt eine neugierige, lebensfrohe Poppy.
Und genau das ist es, was wir uns für jeden Hund wünschen:
ein Leben, in dem Angst irgendwann der Vergangenheit angehört. ❤️

